Wohin geht's diesen Sommer?

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zlatkaruseva

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Wohin geht's diesen Sommer?

von zlatkaruseva am 11.01.2013 11:48


d21bc3e911a4ed0a91b682863b5f6002_nessebar_bulgaria.jpgNessebar ist eine Stadt in Bulgarien in der Nähe von Burgas an der südlichen bulgarischen Schwarzmeerküste. Die Stadt liegt an der Nordseite der Bucht von Burgas auf einer kleinen felsigen Halbinsel in der Provinz Burgas und ist das Zentrum der gleichnamigen Gemeinde Nessebar.

Nessebar ging aus einer thrakischen Siedlung hervor und wurde im späten 6./frühen 5. Jahrhundert v. Chr. von Griechen besiedelt. Die Altstadt von Nessebar ist Freilichtmuseum und komplexes Denkmal der Städtebaukunst. Mit ihren bedeutenden Bauwerken und ihrer einmaligen Lage ist die Stadt in das UNESCO Welt-Kultur und Naturerbe aufgenommen und eines der 100 nationalen touristischen Objekte in Bulgarien.

Mit ihre Geschichte, den nahe liegenden Stränden und der Lage ist Nessebar eine überregional bekannte Stadt für Erholungs-, Bade-, und Kulturtourismus und zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Gemeinsam mit Sonnenstrand, Rawda und Sweti Wlas bildet Nessebar die größte touristische Agglomeration Bulgariens.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.01.2013 13:09.

Scorsese
Gelöschter Benutzer

Re: Wohin geht's diesen Sommer?

von Scorsese am 25.05.2013 15:34

Diesen Sommer geht es an die Schwarzmeerküste.

Ich wollte schon seit Jahren nach Bulgarien. Andere Verpflichtungen, fehlende Zeitkapazitäten und eine gewisse Unentschlossenheit hatten das bisher verhindert. Aufgrund der für mich vergleichsweise hohen Linienflugpreise musste ich eine Pauschalreise buchen. Die günstigen Flüge nach beispielsweise Sofia gehen nicht von Süddeutschland, sondern von Berlin oder, ich glaube, Dortmund. Eine Unterkunft in Varna hätte ich vorgezogen, aber nun habe ich mich für eines der ruhigeren Hotels in Goldstrand entschieden. In erster Linie tatsächlich wegen dem Preis und den pauschal gebuchten Leistungen. Ich zahle nur unerheblich mehr als für einen reinen Flug bei BG Air oder AA und habe dafür zusätzlich Zugticket zum Airport, Transfer, Übernachtung bei Halbpension, obwohl die mich nicht besonders juckt. Die Erwartungshaltung in Bezug auf das Hotel ist nicht sonderlich enorm.

Trotzdem freue ich mich, wie ein Schneekönig.

Kurz zu mir. Ich bin Deutscher, männlich, im fortgeschrittenen Alter. Wenn ich so drüber nachdenke, könnte das den Eindruck erwecken, ich wäre ...
Nein. Ich bin kein Heiliger, aber mich treiben andere Motive nach Bulgarien. Neugier. Eine gewisse Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, ob das nun stimmt oder nicht, wird sich erst erst herausstellen. Faustregel: Je tiefer die Schlaglöcher, desto höher mein Erholungswert im Urlaub. Also genau anders herum, als beim "gemeinen" Bürger vor Ort oder dem "Qualitätstouristen". Luxus, echte Qualität oder angenehme Atmosphäre weiß ich aber ebenso zu schätzen. Einfachheit ist aber manchmal eben auch ein Luxus. Camping ist allerdings beispielsweise nicht mein Ding. Hoffentlich fühlt sich jetzt kein Bulgare am Ehrgefühl verletzt. Wegen dem Vorurteil der Schlaglöcher, mein' ich jetzt zum Beispiel.

Die Nostalgie ist auch geprägt von meinem verstorbenen Vater, der vor knapp 60 Jahren das Land (als Westdeutscher, ein nicht unerhebklicher Unterschied!) bereiste. Er schwärmte immer davon, diese Reise hat ihn inspiriert.

Bulgarien ist für mich als Kind des Zeitalters des eisernen Vorhangs auch immer irgendwie mysteriös geblieben. Ich weiß eigentlich gar nichts über dieses Land. Kenne nicht mal Klischees. Христо Стоичков, okay, (auch) für mich ein Held. Und die Hauptstadt heißt Sofia. Apropos Christo, der Verpackungskünstler ist mir natürlich ein Begriff. Und apropos Kunst, dann gab es da noch die Lebenspartnerin unseres mittlerweile verstorbenen Koksers aus Düsseldorf, wie hieß er noch, Jörg Immendorff. Sie heißt Michaela, nennt dich Oda. Dass die Stadt Ruse in Bulgarien liegt, weiß ich erst seit näherem Blick auf die Landkarte. Das war es eigentlich, was ich über Bulgarien weiß. Echt wenig.

Ich verfüge über keinerlei slawischen Sprachkenntnisse, schon rein gar keine ostsüdslawischen. Da, Ne, Dobér den und Dobér wetscher klappen so einigermaßen gut, bei Dobro utro (oder so ähnlich) fängt der Tag aber bereits holprig an. Die bulgarische Variante der kyrillischen Schrift kann ich mittlerweile immerhin zu etwa 50 % erraten.

Die üblichen Reiseportale und Auswandererforen bieten mir nicht viel. Klagen und Jammerei von Expats und den Qualitätstouristen einerseits. Oberflächliche Positivbekundungen bei jüngeren Partygästen. Das war's. Tiefe ist Fehlanzeige. Die Bereitschaft, sich auf Land und Leute einzulassen, fehlt ebenfalls des meistens. Hilfe werde ich mir da bestimmt nicht suchen. Weil, finden werde ich da Hilfe nicht.

So bin ich auf dieses Euer Portal gestoßen. Wo könnte ich denn meine Fragen über mein Reiseland besser platzieren und mich intensiver austauschen, als bei Bulgaren selbst. Nur, ich sprech halt kein bulgarisch.

Anbei ein paar Schilderungen, was ich bei meiner ersten Bulgarienreise so vor habe. Ein paar Fragen stecken zwischen drin. Für weitere Anregungen wäre ich sehr dankbar.

Ich möchte an einem Samstagmorgen von Goldstrand ans Kap Kaliakra. Morgens gegen 7:30 Uhr fährt da irgendein Express-Bus nach Kavarna. Kostenfaktor 7 Lv. So weit so gut. Doch wie komme ich ans Kap? Fahren da regelmäßig Vans auch die Nebenstrecken? Am Kap selbst würde ich eigentlich nur kurz die Klippen runterschauen und dann wieder ein paar Kilometer zurück und im Dörfchen Bulgarevo runter zur Muschelfarm Dalboka. -> http://www.dalboka.com/Dalboka/index.html Auf dem Rückweg nach Goldstrand (wie auch immer der organisiert werden muss) dann Halt in Balchik zum Botanischen Garten. So stelle ich mir das zumindest vor, ein bisschen unsicher bin ich ob der Reisezeiten bzw. Anbindungen der Busse. Es fährt mich wohl kaum ein Bus vor die entsprechenden Eingangstore des Muschelrestaurants oder des Botanischen Gartens. Mietwagen kommt kaum in Frage bei 0,5 Promille-Grenze. Und Taxi wird auch auf Dauer in Bulgarien zu teuer. Oder?

Eine ähnliche Frage stellt sich mir für den Tag darauf, dem Sonntag. Ich möchte von Goldstrand aus nach Sozopol.

Eine schöne Alternative wäre das hier -> http://fastferry.bg/ Das Schnellboot fährt nur zur Hauptsaison (ab 1. Juli) wieder von Varna aus (bzw. zurück) an die Südstrände. Ich bin aber nur im Juni dort. Und von Nessebar gehen die Boote nur Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Sozopol. Abgesehen davon müsste ich erst mal nach Nessebar kommen. Muss ich mich da Stückchenweise mit den Bussen durchwursteln? Die reine Fahrzeit wäre ja nicht das Problem, sondern die Warte- und Transferzeiten von einem Bus zum anderen. Jemand ne Idee? Oder soll ich die Ecke aufgrund des engen Zeitfensters lieber meiden und mich auf den Großraum Varna konzentrieren?

Ein dritter Ausflug soll unter der Woche ins Balova-Tal ins Dörfchen Prilep gehen (westlich von/bei Albena) -> http://www.bulgarianecotravel.net/chiflika.php.

Und dann geht es natürlich noch ein Tag (und eine Nacht) nach Varna. Ich denke da an einen Donnerstag.

Nachtleben in Goldstrand werde ich wohl meiden. Ich erwarte da nur Deutsche, Briten und Gäste vom Balkan, aber trotz Gastgeberstatus eigentlich keine Bulgaren.

Über Kommentare und, wenn's sein muss, Kritik wäre ich dankbar. Für Anregungen, Tipps, Ideen und Inspiration aber noch mehr. Merci!

Scorsese

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